Das sorbische Siedlungsgebiet

Die Lausitz ist die geographische Bezeichnung des sorbischen Siedlungsgebietes, das sich über das südöstliche Brandenburg und östliche Sachsen erstreckt. Ihr Name kommt aus dem Slawischen, von "Luzica" und bedeutet sinngemäß Sumpfland.

Die Sorben nennen sich in der Oberlausitz "Serbja" und in der Niederlausitz "Serby". In der deutschsprachigen Egienbezeichnung wird neben dem Begriff "Sorben" auch der Begriff "Wenden" benutzt. Beide Begriffe gehen auf die lateinischen Bezeichnungen "Sorabi" und "Veneti" zurück.
Die Farben der sorbischen Fahne sind blau (módre) - rot (èerwjene) - weiß (bì³e).

Diese Region ist reich an Geschichte und verfügt über vielfältige touristische Angebote, die es immer wieder neu zu entdecken gilt.

Traditionelles Handwerk, Brauchtum und die Zweisprachigkeit lassen Sie die Ursprünglichkeit der Heimat der Sorben erleben.

Besucher der Lausitz werden immer wieder von einer Besonderheit fasziniert, die ihre Aufmerksamkeit und ihr Interesse weckt. Auf Schritt und Tritt begegnet ihnen das Phänomen der Zweisprachigkeit, sei es in Form von Ortsschildern, Straßennamen, Beschriftungen an Betrieben, Institutionen, Geschäften, kommunalen Einrichtungen oder aber in Gesprächen.

Zwischen dem Spreewald und dem Lausitzer Bergland zu beiden Seiten der Spree leben gemeinsam mit der deutschen Bevölkerkung Angehörige des kleinen slawischen Volkes der Lausitzer Sorben/Wenden. Heute zahlenmäßig in der Minderheit, haben sie sich allen Widrigkeiten zum Trotz bis in die Gegenwart ihre nationalen Eigenheiten bewahrt.

Die einzelnen Trachtengebiete der sorbischen Lausitz bilden die größte geschlossene Trachtenregion in Deutschland. Das Tragen ist Ausdruck materieller Volkskultur und stellt ein wichtiges Identifikationsmerkmal der Sorben/Wenden dar.

Zahlreiche Bräuche, wie beispielsweise die Vogelhochzeit, das Zampern, der Zapust, das Hexenbrennen, das Aufstellen und Werfen des Maibaums, das Osterreiten, das Verzieren von Ostereiern, das Abbrennen von Osterfeuern, Erntebräuche (z. B. Stoppelreiten, Hahnrupfen, Ringreiten) und die Kirmes erfreuen sich in den einzelnen Regionen großer Beliebtheit.

Die Orte des sorbischen Siedlungsgebietes vermitteln mit ihrer besonderen Architektur, mit Museen und Heimatstuben, mit Kirchen und Klöstern einen tiefen Einblick in das frühere Leben der Slawen in Deutschland.

Außerhalb der Familien engagieren sich auch Jugendliche und Vereine in den Dörfern für das lebendige Brauchtum. Die sorbische Sprache wird gepflegt, es werden Trachten getragen und die Traditionen der Heimatregion gelebt.

Sorbische Folklore mit typischen Liedern, Tänzen und Volksinstrumenten wird von professionellen und von Laienensembles dargeboten.
In ausgewählten Restaurants und Gasthöfen kann sorbische Küche erlebt werden.

Der Verband Sorbischer Kulturtourismus e.V. setzt sich für die Förderung eines Tourismus in der Lausitz ein, welcher die Interessen unseres sorbischen/wendischen Volkes berücksichtigt. Insbesondere handelt es sich hierbei um die kulturellen Traditionen und Lebensweisen und deren authentische Vermittlung. Eine Sammlung touristischer Angebote zu sorbischen Themen der Geschichte und Gegenwart soll dafür eine wichtige Grundlage und Orientierung bieten.

Wollen Sie mehr über die vielfältigen Sehenswürdigkeiten und Erlebnisangebote erfahren, wenden Sie sich an uns.